EU Kommissar Verheugen ist nach der Schließung des Nokia Werkes in Bochum, Meinung, dass über die staatlichen Subventionen an Unternehmen nachgedacht werden sollten. Seiner Überzeugung nach „hat es keinen Sinn, dass der Staat Subventionen zahlt, um Unternehmen anzulocken. Denn müsse ein Unternehmen mit staatlichen Subventionen angelockt werden ist das für den Staat und die Beschäftigten immer ein Risiko.“ Stattdessen empfiehlt Verheugen, die Subventionen in die Bildung und Ausbildung von jungen Menschen sowie in den Ausbau der Infrastruktur zu investieren.
Zu der Schließung des Nokia Werkes sagte Verheugen, dass dies auf einen „schwerwiegenden Managementfehlers“ hinweisen würde. Ein gutes Management stellt sich rechtzeitig auf Veränderungen ein und bringt Umstrukturierungen voran“. Zudem wies Verheugen noch auf ein weiteres Problem hin. „Trenne sich die Verantwortung der Unternehmen von der Profitmaximierung, dann erschüttert dies das Vertrauen in die soziale Marktwirtschaft“, so Verheugen.
Nach einer aktuellen Einschätzung des deutschen Instituts für Markenbewertung zieht Nokia einen schweren Imageschaden von de Schließung des Werkes mit. So muss Nokia innerhalb der kommenden Monate mit starken Umsatzeinbußen rechnen. Langfristig werden wohl 10 bis 15 Prozent weniger Nokia Handys in Deutschland verkauft.
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